Der letzte Kumpel.

Hommage an Anton Günther (1876-1937)

 

Wo die Wälder heimlich rauschen

und Stimmen flüstern im Wind

wo der Mond in der Nacht wie Silber glänzt

und Träume begraben sind

Dort oben haben die Bergleute den härtesten Job der Welt

hier schlägt das Herz in ewiger Nacht

für Silber, Erz und Geld

 

Wo man an manchen Tagen fühlt: 

zum Himmel ist es nicht weit

wo Gras über die alten Geschichten wächst, 

vergessen mit der Zeit

Dort  hinter den grünen Hügeln liegt der Mittelpunkt der Welt

hier schlägt das Herz in ewiger Nacht 

für Silber, Erz und Geld

 

Wo der Winter hart und grausam 

in jeden Winkel schleicht

und ein eisiger Südost aus Böhmen 

um die Häuser streicht

Wo man sich Legenden immer wieder neu erzählt

hier schlägt das Herz in ewiger Nacht 

für Silber, Erz und Geld

 

Bald wird der letzte Kumpel verschwunden sein

und Ruhe kehrt wieder ein

Nur die Wälder rauschen immer noch heimlich

und mittendrin du und ich